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Zink-Nickel-Beschichtung für die Elektromobilität – Korrosionsschutz neu gedacht

Die zunehmende Elektrifizierung der Automobilindustrie bringt veränderte Anforderungen an Materialschutz und Oberflächenbehandlung mit sich. Während klassische Korrosionsschutzverfahren bei konventionellen Fahrzeugen oft ausreichen, stoßen sie bei Elektrofahrzeugen an ihre Grenzen. Batteriekomponenten, Kühlkreisläufe und Gehäusebauteile sind verstärkt Temperaturwechseln, elektrischen Feldern und aggressiven Medien ausgesetzt. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Gewichtseinsparung. Diese Faktoren wirken sich direkt auf die Anforderungen an den Korrosionsschutz aus. Die GOTEC Group setzt als weltweit erfahrener Anbieter, mit Hauptsitz in Deutschland,  galvanischer Technologien auf eine serienreife Zink-Nickel-Beschichtung für die Elektromobilität – mit spezieller Struktur und erweiterter Funktionalität, die sich in der Praxis bereits bewährt hat. 

Die Technologie basiert auf einem elektrolytisch abgeschiedenen Schichtsystem mit einem Nickelanteil von 12–15 %. Diese Schicht erfüllt höchste Anforderungen an Korrosionsschutz und elektrische Leitfähigkeit – entscheidende Eigenschaften für den Einsatz in EMV-relevanten Bauteilen wie Masseverbindungen, Gehäusedeckeln oder Halterungen.

Zink-Nickel-Beschichtungen sind seit Langem als Standard für hohen Korrosionsschutz in der automobilen Serienfertigung etabliert. Die Technologie wurde nicht speziell für die Elektromobilität entwickelt, bietet hier jedoch entscheidende Vorteile. Das elektrolytisch aufgetragene Schichtsystem mit 12–15 % Nickelanteil erreicht im Salzsprühtest bis zu 720 Stunden ohne Rot Rost und ist sehr widerstandsfähig gegenüber Hitze und chemischen Einflüssen.

Der Unterschied liegt jedoch im Detail: GOTEC hat Prozesse entwickelt, die gezielt eine strukturierte Zink-Nickel-Oberfläche erzeugen. Diese spezielle Beschichtungsstruktur bietet eine außergewöhnlich gute Haftung für nachfolgende Prozesse – von KTL-, Pulver- und Nasslacken bis hin zu bituminösen Klebstoffen oder Gummi-Vulkanisationsträgern. Damit unterscheidet sich das System deutlich von konventionellen flachen Zink-Nickel-Schichten. Während viele Anbieter von Zink-Nickel-Beschichtung für die Elektromobilität oder klassische Fahrzeuge auf visuelle Aspekte und eine glatte Oberfläche setzen, schafft GOTEC funktionale Mehrwerte für anspruchsvolle Anwendungen.

Ergänzend kommen je nach Anwendung verschiedene Passivierungen zum Einsatz. Sie bilden eine dünne Oxidschicht auf der Oberfläche und verbessern den Korrosionsschutz. Gleichzeitig beeinflussen sie Optik und Funktionalität. 

Die galvanischen Prozesse der GOTEC Group werden nicht nach einem starren Schema angewendet, sondern passgenau auf die jeweiligen Anforderungen zugeschnitten. Dabei spielen Faktoren wie Bauteilgeometrie, Materialeigenschaften, Stückzahlen und gewünschte Schichteigenschaften eine entscheidende Rolle. Erst auf Basis dieser Kriterien wird das optimale Verfahren definiert – wirtschaftlich, prozesssicher und technisch präzise abgestimmt auf das Anwendungsszenario:

• Trommel-Prozess – ideal für Schüttgut, kleine und mittlere Komponenten mit hohem Durchsatz

• Gestell-Prozess – für empfindliche, großflächige oder geometrisch komplexe Teile

• Alkaline-Prozess – für exzellente Schichtverteilung bei Stahlteilen

• Saurer Prozess – für glatte Oberflächen, insbesondere bei Gusseisen

Jedes Bauteil durchläuft dabei einen standardisierten, qualitätsgesicherten Prozess – von der Vorbehandlung über die elektrolytische Abscheidung bis hin zur Chrom(VI)-freien Passivierung und optionalen Versiegelung. Selbstverständlich REACH-konform und im Einklang mit Umweltstandards wie ROHS und ELV.

Passivierungen sind ein essenzieller Bestandteil moderner Korrosionsschutzsysteme – besonders dann, wenn es um anspruchsvolle Einsätze wie in der Elektromobilität geht. Je nach optischem Anspruch, Korrosionsschutzbedarf oder EMV-Konzept kommen unterschiedliche Passivierungsarten zum Einsatz:

• Transparente Passivierung (An): silbrig-blau, Cr³⁺-basiert, miHlerer Schutz

• Irisierende Passivierung (Cn): mit Zr/Mo-Zusätzen, hoher Schutz

• Ohne/mit Versiegelung (T0/T2): erhöhte Korrosionsbeständigkeit

Alle Varianten sind getestet und validiert nach OEM-Vorgaben wie VW TL244, Daimler DBL 8451.66, BMW GS90010, FORD WSS-M21P44 sowie nach ISO 9227 (SST), PV1209, PV1210, KWT und weiteren Normen. 

Ein weiterer Vorteil der Zink-Nickel-Technologie ist die elektrische Leitfähigkeit. Anders als organische Beschichtungen, die oft isolierend wirken, ermöglicht die Kombination aus Zink-Nickel auch bei dünner Schichtdicke eine definierte Masseverbindung. Dies ist essenziell für Bauteile, die in EMV-Konzepte eingebunden sind (z. B. Gehäusedeckel, Halterungen, Massepunkte).

Die Schichtauslegung wird dabei individuell auf den Anwendungsfall abgestimmt, inklusive Prüfungen auf Kontaktwiderstand, Stromtragfähigkeit und Alterungsbeständigkeit.

Die GOTEC Group entwickelt Beschichtungslösungen mit einem klar strukturierten, technisch fokussierten Vorgehen. Dabei steht das Bauteil im Mittelpunkt: Werkstoff, Vorbehandlung, Schichtsystem, Schichtdicke, Applikation und Prüfverfahren werden präzise aufeinander abgestimmt – immer entlang der konkreten Projektanforderungen. Die Auswahl geeigneter Materialien, passende Prozessparameter sowie automatisierte Inline-Kontrollen (z. B. X-Ray, TESA-Test, REM-Analyse) und Validierungen nach relevanten Normen sorgen für gleichbleibende Qualität und stabile Serienbedingungen.

Zum Einsatz kommen automatisierte Anlagen, die für Trommel- und Gestellware ausgelegt sind und reproduzierbare Prozesse ermöglichen. Die Produktion erfolgt an mehreren internationalen Standorten – unter anderem in Polen, Spanien, Türkei und Rumänien. Dort sind die Beschichtungszentren mit moderner Prozessüberwachung, Sensorik und Kameratechnik ausgestattet. Zertifizierungen nach IATF 16949, ISO 9001 und ISO 45001 sowie integrierte Prüf- und Dokumentationssysteme bilden die Grundlage für die industrielle Umsetzung.

Die GOTEC Group ist spezialisiert auf Zink-Nickel (Zn-Ni)-Beschichtungen für Metallteile, Vulkanisationsträger sowie Gummi-Metall-Teile. Dank jahrzehntelanger Erfahrung, technologischem Know-how und einem hohen Automatisierungsgrad bietet das Unternehmen hochwertige Zink-Nickel-Beschichtungen für Stahl- und Gussteile.

Im ersten Schritt erfolgt die gründliche Reinigung der Bauteile. Anschließend wird Zink-Nickel elektrolytisch abgeschieden – durch Stromfluss in einem elektrolytischen Bad, in dem sich Anode (Pluspol) und Kathode (das Bauteil) befinden. Die Metallionen werden in einer separaten Kammer gelöst und durch den elektrischen Strom zur Kathode geleitet, wo sie gleichmäßig abgeschieden werden. Die Schichtdicke hängt von Stromstärke und Verweildauer im Bad ab. Je nach Bauteilgeometrie kommen saure oder alkalische Verfahren zum Einsatz.

Zink-Nickel-Beschichtungen für E-Fahrzeuge und Verbrennerfahrzeuge erfüllen auch Anforderungen an Umwelt- und Ressourcenschonung. Ihre Langlebigkeit reduziert nicht nur den Wartungsaufwand und den Ersatzteileinsatz, sondern verlängert auch die Lebensdauer beschichteter Komponenten. Damit tragen sie aktiv zur Ressourceneffizienz im Fahrzeugbetrieb bei.

Darüber hinaus sind die eingesetzten Verfahren Chrom(VI)-frei und entsprechen den Anforderungen der REACH-Verordnung. In der Fertigung setzt GOTEC auf moderne, energieeffiziente Anlagen mit optimiertem Wasser- und Chemikalieneinsatz. Diese Maßnahmen werden durch Umweltzertifizierungen systematisch überprüft und dokumentiert.

Ein zusätzlicher Nachhaltigkeitsaspekt liegt im positiven Beitrag zur CO₂-Bilanz über den gesamten Produktlebenszyklus. Weniger Bauteilwechsel, längere Nutzungsdauer und reduzierte Prozessverbräuche senken den ökologischen Fußabdruck deutlich. Damit unterstützt die Technologie der GOTEC Group über die reine Funktion hinaus auch die Umweltziele vieler OEMs und Zulieferer. 

Im Vergleich zu konventionellen Verfahren bietet das strukturierte ZnNi-Schichtsystem von GOTEC mehrere entscheidende Vorteile. Klassische Zinkschichten oder Phosphatierungen reichen bei E-Fahrzeugen oft nicht mehr aus. Zinklamellensysteme sind zwar korrosionsbeständig, aber meist nicht leitfähig und schwer applizierbar bei komplexen Geometrien.

Demgegenüber vereint die strukturierte Zink-Nickel-Schicht hohe Korrosionsbeständigkeit, elektrische Leitfähigkeit, hervorragende Haftung für Folgeprozesse und eine prozesssichere Applikation. Ein entscheidender Vorteil für Komponenten in der Elektromobilität.

Die Elektromobilität erfordert angepasste Oberflächentechnologien. Die strukturierte ZnNi-Beschichtung von GOTEC bietet eine bewährte, funktional erweiterte Lösung mit globaler Verfügbarkeit und Serienreife für die moderne Fahrzeugtechnik.